Stadt
schreiben
lesen
erzählen
werden

35. Baden-Württembergische
Literaturtage
13. – 28.10.2018 Ludwigsburg

Ludwigsburg
300 Jahre
Stadt werden!

Das Literaturfestival ist Bestandteil des Programms zum Stadtjubiläum Ludwigsburg.

Aktuelles

Die 35. Baden-Württembergischen Literaturtage sind vorbei – schön war´s!

Anlässlich des 300-jährigen Stadtjubiläums fanden in diesem Jahr erstmals die Baden-Württembergischen Literaturtage in Ludwigsburg statt und bildeten den krönenden Abschluss der Festlichkeiten. Unter dem Motto „Stadt schreiben, lesen, erzählen, werden“ präsentierten sich die vergangenen zwei Wochen zahlreiche renommierte Schriftstellerinnen und Schriftsteller in Lesungen und Gesprächen an verschiedenen Orten in Ludwigsburg. Zusammen mit den Kuratoren Silke Scheuermann und Matthias Göritz erarbeitete die Stadt Ludwigsburg eine vielfältige Programmatik mit poetischen Momenten, Tiefenbohrungen und Zukunftsausblicken. Ein Programm, welches sich der Literatur in der städtischen Gesellschaft und im städtischen Raum widmete und auf großen Zuspruch beim Publikum stieß: „ Es war ein aufregender Einblick in die Welt der Literatur und es wäre schön, wenn es nochmal eine ähnliche Aktion gebe“, so eine Ludwigsburgerin. Einige Impressionen zu den Veranstaltungen finden sie hier

Stadt werden!
Stadt und Literatur

Städte hatten schon immer etwas Faszinierendes an sich, dort begegnete man Fremden, tauschte Waren, gab handwerkliche und künstlerische Fertigkeiten weiter.
Bücher wurden in Städten geboren, nicht auf dem Land.
Aus den Geschichten, die man sich in kleiner Runde am Feuer erzählte, entwickelte sich nach kunstvollen Regeln aufgebaute Dichtung. Aus Mündlichkeit wurde Schrift, aus Anekdotenerzählern Autoren, deren Werk sich in Residenzen, Theatern, Salons und Bürgerhäusern verbreitete. Die urbane Literatur wurde zum Spiegel der Gesellschaft, regte zur Auseinandersetzung mit der immer komplizierter werdenden Wirklichkeit an. Die Autoren übernahmen die Rolle von Beobachtern und Kritikern, welche die Städte mit ihrer Überfülle an Leben und Problemen selbst zum Thema bedeutender, in die Literaturgeschichte eingegangener Werke machten. Bis heute speist urbane Erfahrung Gedichte wie Romane, treibt Schriftsteller an, sich immer wieder neue Fragen über das Leben in und das Schreiben über Städte zu stellen.

Die Kuratoren Silke Scheuermann und Matthias Göritz haben mit dem Fachbereich Kunst und Kultur der Stadt Ludwigsburg ein vielfältiges, unterhaltsames und reflektierendes Programm für die 35. Baden-Württembergischen Literaturtage entwickelt.

Was macht das Leben in Städten aus? Wie sieht die Liebe in Städten aus? Was macht die Stadt zum Hauptschauplatz des Mordes? Wie klingen die Straßen? Wie verändern sich unsere Lebensumstände durch die technischen Entwicklungen und klimatischen Veränderungen in der Zukunft? Rund 30 Schriftstellerinnen und Schriftsteller, international renommiert wie spannende Nachwuchstalente, vermitteln im konzentrierten Zeitraum von zwei Wochen dem Publikum die Vielschichtigkeit und Vielstimmigkeit des Themas „Stadt“ auf ihre jeweils unverwechselbar eigene Art und Weise.

Das Festival soll Lust machen, fremde Städte, die eigene Stadt, ihre Bewohner und nicht zuletzt auch sich selbst mit anderen Augen zu sehen.

Laden Sie das Programm herunter (pdf)

Einladung von Matthias Göritz (mp3)

Die
Kuratoren

Matthias Göritz

Matthias Göritz

*1969 in Hamburg, ist vielfach ausgezeichneter Lyriker, Theaterautor, Übersetzer und Romancier und lebt bei Frankfurt am Main. Er veröffentlichte seit 2001 u. a. die Gedichtbände „Loops”, „Tools” und „Pools” sowie die Romane „Der kurze Traum des Jakob Voss“ (2005) und „Träumer und Sünder“ (2013). 2014 erhielt Göritz den William H. Gass Award. Er lehrt derzeit an der Washington University in St. Louis, USA. Sein jüngster Roman „Parker” wurde vom NDR sofort bei Erscheinen zum „Buch des Monats” gewählt.

Matthias Göritz

Silke Scheuermann

*1973 in Karlsruhe, lebt bei Frankfurt am Main. Sie erhielt für ihre Gedichte, Erzählungen und Romane zahlreiche Stipendien und Preise, u. a .den Bertolt-Brecht-Preis (2016) für den Gedichtband „Skizze vom Gras“ sowie den Georg-Christoph-Lichtenberg-Preis (2017) für den Roman „Wovon wir lebten“. Im Wintersemester 2017/18 hatte sie die renommierte Frankfurter Poetikdozentur inne, die in diesem im Mai unter dem Titel „Gerade noch dunkel genug“ auch als Buch erschienen ist.