35. Baden-Württembergische
Literaturtage
13. – 28.10.2018 Ludwigsburg

<< zurück

Lesungen und Autorenbegegnungen

Lange Kriminacht

Als in den 1980-er Jahren der überraschende Boom des Kriminalromans begann, hätte sich wohl niemand träumen lassen, dass er bis heute ungebrochen weiterginge. Inzwischen scheint es keine gesellschaftliche Subkultur, kein Thema mehr zu geben, das nicht auch im Krimi verhandelt wird. Die Grenze zur High-Fiction, also der „hohen“ Literatur, hat sich längst aufgelöst. Der historische Kriminalroman ist neu erblüht und intelligente, gut recherchierte und gleichzeitig spannende Lektüre. Neu erfunden wurde das Format des Wissenschaftsthrillers, der die aktuellen Umwälzungen in politischen und gesamtgesellschaftlichen Bereichen unmittelbar weiterdenkt. Die Stadt spielt dabei immer eine große Rolle.

All dies können die Gäste der Langen Kriminacht live erleben: Hohe Spannung ist garantiert, wenn drei renommierte Autoren bis tief in die Nacht aus ihren Werken lesen und die Rolle der Stadt im Krimi diskutieren.

Moderation Tobias Gohlis und Mattias Göritz

 

 

 

Tom Hillenbrand
Bild: Stephanie Füssenich

Tom Hillenbrand entwirft in seinem neusten Science-Fiction-Thriller „Hologrammatica" ein spektakuläres Bild unserer Gesellschaft im Jahr 2088: wenn Künstliche Intelligenz die Probleme der Welt lösen kann – sind wir bereit, die Kontrolle abzugeben? Tom Hillenbrand, *1972, studierte Europapolitik, volontierte an der Holtzbrinck-Journalisten-Schule und war Ressortleiter bei Spiegel Online. Für „Drohnenland" erhielt er 2015 den Friedrich-Glauser-Preis. „Das Unheimlichste an diesem spannenden Krimi ist die Plausibilität der hier gezeichneten Zukunft", meint die Technology Review.

Volker Kutscher
Bild: Monika Sandel

Volker Kutscher, *1962 in Lindlar, zählt zu den international renommiertesten Kriminalautoren. Der studierte Germanist lässt in seinen Romanen um Kriminalkommissar Gereon Rath das Berlin der 1920er- und frühen 1930er-Jahre auferstehen. Im September 2017 feierte die deutsche Kriminal-Fernsehserie „Berlin Babylon" mit zwei Staffeln Premiere, deren Drehbücher auf dem ersten Kriminalroman der Reihe „Der nasse Fisch" basieren.

Jan Seghers alias Matthias Altenburg
Bild: Susanne Schleyer/ Autorenarchiv.de

Jan Seghers alias Matthias Altenburg, lebt in Frankfurt am Main. Der Schriftsteller, Kritiker und Essayist, *1958, ist vor allem für seine Kriminalromane um Hauptfigur Kommissar Robert Marthaler bekannt, die mit großem Erfolg für das ZDF verfilmt wurden. Für die dritte Ausgabe der Reihe „Die Partitur des Todes" wurde Jan Seghers mit dem Offenbacher Literaturpreis sowie dem Burgdorfer Krimipreis ausgezeichnet. Über seinen letzten Erfolgsroman „Menschenfischer" (2017) schreibt Tanja Küchle vom Hessischen Rundfunk: „Jan Seghers hat sein Buch scharfsinnig an der Wirklichkeit entlang geschrieben – und nimmt uns mit auf ein wagemutiges Gedankenspiel."

Tobias Gohlis
Bild: Marco Grundt

Tobias Gohlis *1950 in Leipzig, lebt als freier Journalist und Literaturkritiker in Hamburg. Er hat Germanistik und Politologie in Berlin/West studiert und arbeitet seit 2001 als Krimikolumnist der Wochenzeitung DIE ZEIT. 2005 hat Tobias Gohlis die Krimibestenliste, deren Kritikerjury monatlich die zehn besten Kriminalromane auswählt, begründet und ist seitdem deren Sprecher. Die Krimibestenliste wird herausgegeben von der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und Deutschlandfunk Kultur.

Mit freundlicher Unterstützung von:
Wüstenrot Stiftung