35. Baden-Württembergische
Literaturtage
13. – 28.10.2018 Ludwigsburg

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Lesungen und Autorenbegegnungen

Lange Nacht der Stadt

Eröffnet werden die 35. Baden-Württembergischen Literaturtage mit der ersten von vier "Langen Nächten", die besondere Aufmerksamkeit verdienen - geben sie den Zuhörerinnen und Zuhörern doch die Möglichkeit, gleich mehrere hochkarätige Autorinnen und Autoren und ihre ganz eigene unterschiedlichen Sichtweisen auf ein Thema zu erleben

Bei der Langen Nacht der Stadt wird das Publikum auf eine literarische Reise geschickt, bei der es die Städte Madrid, Istanbul, Mumbai und Paris durch die Augen von vier zeitgenössischen Schriftstellern erleben darf.

Moderation Mattias Göritz und Silke Scheuermann.

 

 

 

 

 

Anna Katharina Hahn
Bild: Jürgen Bauer Suhrkamp Verlag

In die spanische Hauptstadt geht es mit der 1970 geborenen Anna Katharina Hahn, die in Stuttgart lebt und als eine der wichtigsten Erzählerinnen ihrer Generation gilt. Sie erhielt bedeutende Preise wie den Heimito von Doderer-Literaturpreis oder den Wolfgang-Koeppen-Preis. 2018 ist sie Stadtschreiberin in Mainz. Die Autorin liest aus ihrem zuletzt erschienenen Roman „Das Kleid meiner Mutter“, das von der prekären Lage der Generation junger dauerarbeitsloser Akademiker in Spanien erzählt. Der Roman wurde für das Projekt „Ludwigsburg liest ein Buch“ ausgewählt.

Ulla Lenze
Bild: Julien Menand

Ulla Lenze, *1973 in Mönchengladbach, studierte Musik und Philosophie und lebt als freie Schriftstellerin in Berlin. Ihr Debütroman „Schwester und Bruder“ erschien 2003. Für ihr Gesamtwerk erhielt Ulla Lenze 2016 den Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft. In ihrem Roman „Die endlose Stadt“ verwebt sie das Leben zweier Künstlerinnen mit den pulsierenden Metropolen Istanbul und Mumbai. Was eine junge Frau dort alles erleben kann – hören Sie selbst!

Aleš Šteger
Bild: JoŽe Suhadonik

Aleš Šteger zählt zu den bekanntesten slowenischen Autoren und Übersetzern. Er erhielt zahlreiche Preise, darunter den Veronika Award (1998) für seinen Lyrikband „Kaschmir“, durch den er erstmals internationale Beachtung erlangte. Aus dem Deutschen, Englischen und Spanischen übersetzt er unter anderem Werke von Gottfried Benn, Peter Huchel und Ingeborg Bachmann.
Stegers hoch gelobter Roman „Archiv der toten Seelen“ erschien 2016 in deutscher Übersetzung. Lesen wird er aus seinem 2017 beim Haymon Verlag erschienenen „Logbuch der Gegenwart“, in dem er die Leserinnen und Leser direkt in das Herz Belgrads führt, wo syrische, afghanische und afrikanische Flüchtlinge vor dem Bahnhof auf die Passage in die sicheren Länder Europas warten. Šteger, *1973, lebt in Ljubljana.

Jean-Philippe Toussaint
Bild: Joachim Unseld

Mit dem in Brüssel lebenden Jean-Philippe Toussaint, *1957, ist ein internationaler Literaturstar zu Gast. Gefeiert wird der Autor vor allem für vier Romane, die sich um die exzentrische Modeschöpferin Marie (mit vollem Namen Madeleine Marguerite de Montalte) drehen und sich durch ihren unvergleichlichen, zärtlich-ironischen Ton auszeichnen. Ein rätselhafter Erzähler, dessen eigenes Leben völlig im Hintergrund bleibt, folgt seiner Geliebten Marie von Paris nach Tokio und Shanghai bis zuletzt auf die Insel ihrer Herkunft, Elba. Es geht um die Liebe und ums Reisen – und, ja, durchaus auch um Sex.

Mit freundlicher Unterstützung von:
Wüstenrot Stiftung