35. Baden-Württembergische
Literaturtage
13. – 28.10.2018 Ludwigsburg

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Lesungen und Autorenbegegnungen

Lange Nacht der Zukunft

Utopien, Dystopien, Science Fiction: welches Bild zeichnen Schriftstellerinnen und Schriftsteller und die Wissenschaft von unserer Zukunft?

Das Genre Science-Fiction ist derzeit beliebt wie nie. Das hat sicher damit zu tun, dass in komplexen Zeiten wie heute großes Interesse an literarischen Entwürfen besteht, die auf denkspielerische Art und Weise Krisen zuspitzen und aus ihnen hinausführen. Dabei sind es häufig negative Szenerien und Dystopien, die geschildert werden, sie haben eine warnende Funktion. Doch in jedem Schreckensszenario blitzen auch die positiven Möglichkeiten der Zukunftsgesellschaft und ihrer Städten auf, sie motivieren zum vorausschauenden Handeln. „Ohne Utopie“, sagte schließlich kein Geringerer als Umberto Eco, „kann die Menschheit nicht auskommen.“ Dabei war Utopie für ihn „kein fixes Ziel, sondern immer ein Horizont in Bewegung“. Die Lange Nacht der Zukunft unternimmt eine Bestandsaufnahme dieser Bewegung, indem sie fragt: Welche Bilder zeichnen Literatur und Wissenschaft vom Kommenden? 

Moderation Barbara Heine und Matthias Göritz.

 

Marcus Hammerschmitt
Bild: Marcus Hammerschmitt

Marcus Hammerschmitt, *1967 in Saarbrücken, ist nicht nur eingefleischten Science-Fiction-Fans bekannt. Der Autor, der Philosophie und Literaturwissenschaft an der Eberhard Karls Universität Tübingen studierte, wurde u.a. mehrfach mit dem Deutschen Science-Fiction- und dem Kurd-Lasswitz-Preis ausgezeichnet. Marcus Hammerschmitt lebt als freier Journalist und Schriftsteller in Tübingen.

Leif Randt
Bild: Zuzanna Kaluzna

Leif Randt erzählt in seinem neusten Roman „Planet Magnon“ von einem Sonnensystem, in dem qua Computervernunft endzeitlicher Frieden herrscht. Mit diesem Werk „…legt er den perfekten Science-Fiction-Roman vor und führt in die Welt eines postpragmatischen Schwebezustandes“ (Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau). Leif Randt, *1983 in Frankfurt am Main, studierte Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Für seine Wohlstandsutopie „Schimmernder Dunst über Coby County“ wurde er mehrfach ausgezeichnet u.a. mit dem Ernst-Willner-Preis in Klagenfurt (2011).

Alexander Rieck
Bild: privat

Alexander Rieck ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation in Stuttgart sowie Partner und Direktor des internationalen Architekturbüros LAVA. Nach seinem Architekturstudium in Stuttgart und Arizona arbeitet er an verschiedenen Projekten zum Arbeiten und der Stadt der Zukunft. 2010 promovierte er am IAT der Universität Stuttgart.

Barbara Heine
Bild: Stefan Albrecht

Barbara Heine wurde in Bergisch Gladbach geboren. Sie studierte Literatur in Köln und Dublin. Seit 2002 arbeitet sie als freie Kulturmanagerin und betreibt die Agentur HEINEKOMM, die sich auf die Konzeption und Organisation von literarischen Veranstaltungen, Vorträgen, Themenreihen sowie Symposien spezialisiert hat. Zu ihren Gästen zählen Nobelpreisträger, literarische Newcomer, Reiseschriftsteller, Reporter, Comedy-Stars, klassische Musiker und Underground-Bands. Barbara Heine kuratierte von 2003 bis 2013 das Hamburger Literaturfestival, die Vattenfall Lesetage und konzipiert und realisiert heute u.a. die Reihe DER NORDEN LIEST für das NDR Fernsehen.

Mit freundlicher Unterstützung von:
Wüstenrot Stiftung